Hände weg vom Seewald

Media

Am Samstag, dem 9.2. werden BUND und Greenpeace Friedrichshafen in der Innenstadt über den Seewald und die geplante  Rodung von ca. 3,5 ha informieren.

Infostand zwischen 11:00 und 14:00 Uhr in der Wilhelmstraße

Die Firmen Liebherr Aerospace und ATT planen eine Erweiterung ihres Firmengeländes an der Adelheidstraße. Dazu soll ein ca. 3,5 ha großes Teilstück des Seewalds gerodet werden. Die Umweltverbände befürchten, dass es nicht bei den jetzt zur Rodung vorgesehenen ca. 3,5 ha bleiben wird, denn im städtischen Gewerbeflächen-entwicklungskonzept von 2011 wurde die gesamte Waldfläche zwischen Bahngleis und B 30 in die erste Priorität als besonders geeignete Gewerbefläche eingestuft. Der Seewald ist das einzige größere Waldgebiet in Friedrichshafen. Er dient vielen Tierarten als Lebensraum darunter sind auch seltene und geschützte Arten. Vor dem Hintergrund des Artenschwundes und des Insektensterbens verbietet sich die Vernichtung von naturnahen Lebensräumen. Mit dem Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ hat sich die Stadt verpflichtet, den Schutz der biologischen Vielfalt im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung verstärkt zu berücksichtigen. Also dürfte eine Rodung gar nicht in Betracht gezogen werden. Der Seewald ist auch ein wertvolles Element zur Klimaverbesserung in unserer stark industriegeprägten Stadt. Wald kühlt in heißen Sommern die Luft und beeinflusst das Klima in angrenzenden Stadtteilen positiv. Bäume filtern Schadstoffe aus der Luft, was angesichts der sich ständig verschlechternden Luftqualität (laut Nachhaltigkeitsbericht der Stadt vom Jahr 2015) immer wichtiger wird. Auch hier leistet der Seewald einen wichtigen Beitrag.

Der Seewald muss unangetastet bleiben! Deshalb fordern die Umwelt- und Naturschutzorganisationen von Friedrichshafen:
•Die Firmen Liebherr Aerospace und ATT müssen ihre Planung so ändern, dass kein Wald gerodet wird.
•Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat müssen die Rodung verhindern
 

Tags